?Leihst du mir deinen Blick??- Bremer Jugendliche zurückgekehrt aus Israel und Bethlehem

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Jugendliche der gymnasialen Oberstufe der Schule Leibnizplatz sind am Wochenende aus Israel und den palästinensischen Gebieten zurückgekehrt: dort haben sie auf Einladung des LidiceHauses an einem Dialogseminar mit gleichaltrigen Jugendlichen aus Beersheva und Bethlehem teilgenommen. Dieser Besuch sollte die 2010 im LidiceHaus begonnenen Kontakte und Gespräche mit israelischen und palästinensischen Jugendlichen vertiefen. ‚Leihst du mir deinen Blick?’ - das Motto benennt das Anliegen der Begegnung. Trotz aller vorhandenen Probleme in dem komplizierten Verhältnis zwischen Deutschland, Israel und Palästina haben die Jugendprojekte das Ziel, Stereotypen und Feinbilder abzubauen. Die Jugendlichen wollen zeigen, dass es in allen drei Gesellschaften junge Menschen gibt, die sich für Frieden, Versöhnung und Gerechtigkeit einsetzen.

 

Das Treffen im Heiligen Land zwischen den drei Gruppen war für alle Beteiligten eine Herausforderung: die palästinensischen Jugendlichen aus Bethlehem benötigten eine sog. ‚Permit’ der israelischen Behörden für das gemeinsame Treffen in Beersheva / Israel. Erst am Vorabend des gemeinsamen Workshops kamen die lang ersehnten Genehmigungen. Nach fast acht Monaten ausschließlicher ‚Facebook Kontakte’ sahen sie sich wieder – in einer Woche, die von Gewalttätigkeiten zwischen Siedlern und Palästinensern überschattet war. ‚Das sind nicht wir’, sagte eine israelische Jugendliche zu den Vorfällen. Auch wenn die gemeinsame Zeit nur kurz war, die Jugendlichen freuten sich über das Wiedersehen und die persönlichen Gespräche.

Die Bremer Gruppe konnte am 15. März eine friedliche Jugenddemonstration in Bethlehem miterleben: dort und in anderen Orten der Westbank demonstrierten Jugendliche für einen Wechsel der politischen Führung in Westbank und Gaza. Die junge Generation dort schließt sich den arabischen Jugendprotesten in der Region an.

‚ Alle am Projekt Beteiligten sind trotz widriger Bedingungen überzeugt davon, dass nur Dialoge und persönliche Treffen helfen können, Spannungen und Konflikte abzubauen’, sagt Anette Klasing, die das Projekt initiiert hat. Dies erfordere viel Geduld und langfristige Projektpartnerschaften.

Weitere Informationen bei:

Anette Klasing, LidiceHaus, Tel.: 0421 / 69272-14
 

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