
Bethlehem:
In Bethlehem und der Westbank stellen Kinder und Jugendliche mehr als 60% der Bevölkerung. Sie wachsen in einer von Gewalt geprägten Umgebung auf und sind in zunehmendem Maße gefährdet. Viele sind traumatisiert.
Interkulturelle und Internationale Begegnungs- und Austauschprogramme sind ganz besonders vor dem Hintergrund der Abriegelungspolitik durch die Mauer und die Checkpoints von Bedeutung. Das LidiceHaus kooperiert mit dem Internationalen Begegnungszentrum Bethlehem seit vier Jahren.
Das geplante Seminarprogramm richtet sich an MultiplikatorInnen der Jugendarbeit bzw. Bildungsarbeit. Es findet überwiegend in Bethlehem und Jerusalem statt.
Das Hauptanliegen des Internationalen Begegnungszentrums ist es, Impulse und Förderung für Kinder, Jugendliche und die lokale Bevölkerung zu geben, damit diese eine aktive Rolle bei der
Gestaltung ihrer Zukunft spielen kann. Das IBZ trägt zur Bildung einer palästinensischen Zivilgesellschaft bei, indem es die Menschen vor Ort in ihren Fähigkeiten stärkt und fördert, künstlerischen Talenten Entfaltungsmöglichkeiten bietet und interkulturelle Begegnungen ermöglicht.
In einer Umgebung, in der Gewalt zunimmt und Militär stets gegenwärtig ist, richtet das Projekt sein Augenmerk darauf, den jungen Leuten Möglichkeiten zu geben, ihren Gefühlen, Ängsten, Gedanken und Visionen Ausdruck zu verleihen.
Das Internationale Begegnungszentrum Bethlehem hat daher viele Bildungsprogramme und kulturelle Projekte entwickelt: kreative ganzheitliche Ansätze, eine große Bandbreite von Angeboten und Methoden sowie neue Fachausbildungen. Sie sollen die gewaltfreien Ausdrucksmöglichkeiten der Kinder und Jugendlichen anregen und ihnen Handlungsoptionen für ihre Zukunft anbieten.
Voraussetzung für die Teilnahme ist ein zum Zeitpunkt der Reise noch mindestens 6 Monate gültiger Reisepass sowie die Teilnahme an dem Vorbereitungstreffen.
