Dokumentationen

Leitbild von der LidiceHaus gGmbH

> Download des Dokumentes: Leitbild_LH+inkl+SB+2-2012.pdf
Datum: Das Leitbild vom ServiceBureau Jugendinformation und der Jugenbildungsstätte LidiceHaus.


Bildungsplan 2012 - Jugendbildungsstätte Lidicehaus Bremen

 Die Schwerpunkte der Seminare liegen in den folgenden Arbeitsschwerpunkten:
- Rechtsextremismus, Menschenfeindlichkeit und Vorurteile
- Demokratie und Partizipation
- Interkulturelle und Internationale Bildung
- Genderpädagogik
- Gesundheit Bewegung Erlebnispädagogik
- Medienpädagogik

 Hier den Bildungsplan herunterladen

> Download des Dokumentes: BIP_2012.pdf
Datum: Die Jugendbildungsstätte Lidicehaus und das ServiceBureau Jugendinformation haben den Bildungsplan 2012 veröffentlicht. Auch 2012 werden wieder eine Vielzahl an Fortbildungs- und Jugendseminaren angeboten. Laden sie den Bildungsplan 2012 hier schon runter.


Abenteuer und SehnSucht

> Download des Dokumentes: Dokumentation+EP+Fachtag+2010.pdf
Datum: Dokumentation des 5. Erlebnispädagogischer Fachtag "Jugend und Abenteuer (k)ein Weg", der am 5. Juni 2010 im LidiceHaus in Bremen stattfand


"Leihst du mir deinen Blick?" ? eine virtuelle und reale Begegnung zwischen Jugendlichen aus Bremen, Israel & Palästina

 

Feindbildszenarien scheinen derzeit die gesellschaftlichen Diskurse, den Alltag in Großstädten bzw. Ballungsräumen sowie die Medienberichterstattungen zu bestimmen. Grenzüberschreitungen, Menschenrechtsverletzungen und gewalttätige Auseinandersetzungen sind die täglichen Bilder, die uns via TV, Zeitschriften sowie Internet präsentiert werden. Dabei geht es in Deutschland und Europa zunehmend mehr auch um antisemitische und muslimfeindliche Ausgrenzungen und Diskriminierungen. Besonders in den letzten Wochen und Monaten häufen sich die Talkshows und Medienberichterstattungen, die ‚den Islam‘ in den Focus nehmen. In Deutschland bildet sich zudem der Nahost Konflikt auch in oft kontroversen und  polarisierenden Debatten ab. Spätestens seit dem Krieg im Gaza Anfang 2009 haben sich auch bei uns die Fronten zwischen den sog. ‚Israelfreunden‘ bzw. ‚Israelkritikern‘ verhärtet.

Jugendliche in Israel und Palästina wachsen darüber hinaus in besonderem Maße mit Feindbildern auf; die Separierung durch die Mauer und Checkpoints verhindert zudem reale Begegnungen. Aus den Medienberichten lässt sich z. Zt. folgendes Bild zeichnen:

Gewalt und Hassbekundungen finden nicht nur zwischen den Menschen aus beiden Gesellschaften und Religionen, sondern auch innerhalb derselben, statt. Die Spirale von Gewalt und Gegengewalt erscheint immer mehr undurchdringbar. Die Bereitschaft zum Dialog und Konsens ist derzeit auf einem ‚Nullpunkt’. Hinzu kommt, dass auf 'legalem Wege' vor Ort keine Face to Face Begegnungen mehr stattfinden können bzw. dürfen.

Wie können Schule und Jugendbildung darauf reagieren bzw. dieses wichtige Feld aufbereiten und thematisieren?   

“Leihst du mir deinen Blick?”

Das LidiceHaus hat gemeinsam mit Jugendlichen des Leistungskurs Geschichte (12. Jahrgang) der Oberstufe des Gymnasiums  Leibnizplatz und ihrem Lehrer Peter Menken ein Dialogprojekt ins Leben gerufen – zusammen  mit den Organisationen ‚Al Tariq‘ und ‚Parents Circle‘ (Palästina und Israel):

das Projekt „Leihst du mir deinen Blick?“ ist ein langfristiges virtuelles und reales Face to Face - Projekt, in dem sich die deutschen, israelischen und palästinensischen Jugendlichen zunächst im Web-Tool miteinander bekannt gemacht haben und sich so auf die erste Face to Face Begegnung im Sommer im LidiceHaus Bremen vorbereiteten.

Die israelischen Jugendlichen kommen aus der High School einer Kibbutzschule in Beersheva/ Israel – die palästinensischen Jugendlichen kommen aus einer Schule in Bethlehem bzw. Hebron in der Westbank. Wie stark die politischen Rahmenbedingungen den Verlauf solch eines Projektes gerade zu bestimmen können, konnten wir Projektverantwortlichen bereits in der Planungsphase erfahren: im Januar 2010 sollten die ersten Kontakte zwischen den Jugendlichen in dem eigens dafür eingerichteten Blog stattfinden – am 23. Januar wurde der palästinensische Jugendgruppenleiter bei einer nächtlichen Militärrazzia verhaftet und sitzt seitdem im israelischen Gefängnis. Dieses Ereignis hatte natürlich nicht nur auf die palästinensiche Jugendgruppe enorme Auswirkungen, sondern auch auf die Bereitschaft der israelischen Gruppe. Zweifel und Ängste machten sich breit. Wir (Peter Menken / Anette Klasing) mussten unseren bremischen TeilnehmerInnen mehrfach Mut machen, nicht aufzugeben und Geduld zu bewahren.

Im Mai flogen wir daher nach Jerusalem, um uns mit beiden Gruppen bzw. deren Jugendgruppenleitern zu treffen; wir wollten mehr verstehen und einschätzen können, ob unser Projekt wirklich eine Chance auf Realisierung hat. Etwas beruhigter kehrten wir nach den Gesprächen zurück und bereiteten das Face to Face Treffen vor.

Am 25. Juni war es dann soweit: über 30 junge Leute aus Bremen, Beersheva, Bethlehem / Hebron (Alter ca. 17 Jahre) trafen sich für 10 Tage im LidiceHaus. Das Programm war eine Mischung aus ‚Dialogarbeit‘, Erlebnispädagogischen Workshops und Simulationsübungen  – gepaart mit Exkursionen und Breminale - Besuchen. Die 10 Tage waren für alle Beteiligten Tage der ‚Höhen und Tiefen‘: die Jugendlichen erlebten viel Spass sowie Annäherungen, aber auch ‚Tränen der Wut und der Verletzung‘. Alles was vorher Theorie war, geschah ganz hautnah: ein israelisches Mädchen rannte weinend aus dem Raum, weil sie nicht hören konnte und wollte, was ein palästinensischer Junge zu sagen hatte. Wir mussten den palästinensischen Jugendlichen verständlich machen, dass eine erlebte Kassamrakete in Beersheva (auch wenn sie ‚nur‘ ein Haus beschädigt und keine Menschen tötet) genauso traumatisieren kann wie nächtliche Militärrazzien, Verhaftungen oder Häusersprengungen durch die israelische Armee in den Orten der Westbank.

Und wir mussten die israelischen Jugendlichen immer wieder motivieren, sich auch die Geschichten der ‚anderen Seite‘ anzuhören. Während z. B. die israelischen Mädchen fanden, es wäre zu viel über Politik gesprochen worden, warfen uns einige der palästinensischen Jugendlichen vor, wir wären ‚viel zu pädagogisch‘ an die Themen heran gegangen. Auch das ist nicht untypisch für diese Konstellation.

Und unsere Bremer Jugendlichen? Zu Beginn war es wirklich nicht leicht für sie – aber nach und nach wurden sie selbstsicherer und achteten darauf, mit möglichst allen im Kontakt zu bleiben. Dialogarbeit mit Jugendlichen aus Konfliktregionen kann nicht ohne Konflikte geschehen, aber für uns Projektverantwortliche bleibt die Frage: wieviel und WAS alles soll ‚pädagogisch moderiert‘ werden und wieviel Raum darf sein für Emotionen. Wo sind die Grenzen zu ziehen? Sicherlich: zu Beginn haben alle TN die Spielregeln für Dialogarbeit mit ausgearbeitet – aber da war es noch die Theorie.

Erfreut hat uns die Nachricht aus Beersheva, dass die Schule gerne mit Dialogbegegnungen weitermachen möchte – auch unsere palästinensischen Partner erhoffen sich die Fortsetzung. Also prüfen wir nun mit ‚unseren‘ Bremer Jugendlichen die Rückbegegnung im kommenden Jahr – und hoffen und wünschen uns sehr, dass wir dort ‚einen gemeinsamen Ort‘ finden können, an dem sich alle drei Gruppen treffen und sicher sein können.

 

Das Projekt wurde gefördert:

-          durch die Stiftung ‚Erinnerung – Verantwortung – Zukunft‘ (Programm ‚Europeans for Peace‘)

-          sowie ConAct / Jugendministerium

-          die Stiftung ‚Begegnung‘.

Dafür bedanken wir uns ganz herzlich.

 

Eine Filmdokumentation der Begegnung ist nun fertig – und ist als DVD erhältlich. 

 

September 2010

 Anette Klasing / LidiceHaus

aklasing@lidicehaus.de

 

Peter Menken

Oberstufe des Gymnasium Leibnizplatz / Bremen

> Download des Dokumentes: Artikel_f%FCr_BLZ_Jugendbegegnung_2010.pdf
Datum: Das LidiceHaus hat gemeinsam mit Jugendlichen des Leistungskurs Geschichte (12. Jahrgang) der Oberstufe des Gymnasiums Leibnizplatz und ihrem Lehrer Peter Menken ein Dialogprojekt ins Leben gerufen ? zusammen mit den Organisationen ?Al Tariq? und ?Parents Circle? (Palästina und Israel):


"Frauen, Fußball, Friedensentwicklung"

 

Der in den letzten Jahren immer größere Bedeutung und Wertschätzung erfahrende Frauenfußball stellt für palästinensische Frauen in einer patriarchal geprägten Umgebung eine große Herausforderung dar – und bietet ihnen gleichzeitig auch Chancen! Die Frauenfußball Begegnungen schaffen neue Erfahrungsräume, Internationale Kontakte und bieten professionelle Begleitung.

 

12 Tage haben die deutschen und palästinensischen jungen Frauen in Seminar-, und Trainingseinheiten nicht nur Fußball gespielt, sondern auch an Interkulturellen Workshops teilgenommen. Ein weiteres Highlight war der Besuch in Hamburg: dort wurden unsere Gäste von Frauen des Deutsch – Palästinensischen Frauenvereins und von den Fußballerinnen des St. Pauli Fußballvereins empfangen. Die Palästinenserinnen gewannen das Spiel übrigens mit 3:2. Die jungen Frauen wurden auch von Willi Lemke, dem UN – Sonderbeauftragten für Sport und Friedensentwicklung bei ihm zu Haus empfangen – er und seine Frau bereiteten den Gästen einen wunderbaren Barbecueabend.

Willi Lemke sicherte weitere Unterstützung der Frauensportprojekte in Palästina zu.

 

Anette Klasing

LidiceHaus Bremen

0049 / 421 / 69272-14

aklasing@lidicehaus.de

www.lidicehaus.de

> Download des Dokumentes: Artikel+f%FCr+Pal%E4stinazeitung.pdf
Datum: Vom 12. ? 23. Juli waren die jungen Frauen der Palästinensischen Frauenfußball Nationalmannschaft im LidiceHaus Bremen und bei Werder Bremen zu Gast.
Im Sommer 2009 besuchte Willi Lemke (UN-Sonderberater für Sport im Dienst von Entwicklung und Frieden) die palästinensischen Gebiete und das Internationale Begegnungszentrum Bethlehem und lernte bei dieser Gelegenheit auch die Kickerin und Fußballkapitänin Honey Taljieh aus Bethlehem kennen. - Das LidiceHaus kooperiert mit dem Internationalen Begegnungszentrum Bethlehem (IBZ) seit fünf Jahren. Das IBZ fördert mit einem eigenen College und dem Gesundheits-, und Sportzentrum u. a. junge Leute ? ganz besonders junge Frauen.


Einwanderungsgesellschaft und Geschichte

> Download des Dokumentes: Einwanderungsgesellschaft+und+Geschichte.pdf
Datum: Einladung 21.05.2009
19:00 Uhr


Politik erleben - Alternate Reality Games

 


Politik erleben! Alternate Reality Games in der politischen Jugendarbeit

19. – 21. Mai 2010 im Lidice-Haus, Bremen

Eine  Kooperationsveranstaltung zwischen dem basa e.V., dem Lidice Haus, dem ServiceBureau Jugendinformation und dem Waldritter e.V.

Anmeldeschluss 30. April 2010

Maximal 20 Teilnehmer

Teilnahmebeitrag: 90 EUR

 

Mittwoch , 19. Mai 2010

 bis 14:00 Uhr              Anreise im Lidice Haus,  kurze Begrüßung und Einführung in das Spiel

 14:00 – 23:00 Uhr      ARG in der Stadt

 Donnerstag, 20. Mai 2010

 8:30 Uhr                     Frühstück

 9:30 Uhr                     Begrüßung, Kennenlernrunde

Reflexion des Spiels

 12:30 Uhr                   Mittagessen und Pause

 14:00 –  15:30 Uhr     Pervasive Games / ARGs (Geschichte und Formen)

 15:30 – 16:00  Uhr      Kaffeepause

 16:00 - 17:30 Uhr       Anwendung in der politischen Jugendbildung

Beispiel: Projekt Prometheus

 18:30 Uhr                   Abendessen

 20:00 Uhr                   optionales Abendangebot: Film „The Game“ (USA 2007, 123 Min.,

Regie: David Fincher) mit anschließender Diskussion

 Freitag, 21. Mai 2010

 8:30 Uhr                     Frühstück

 9:30 – 12:30 Uhr        Gruppenarbeit Anwendungsmöglichkeiten in der eigenen Arbeit mit

anschließender Präsentation

 12:30 Uhr                   Mittag

 13:30 – 15:00 Uhr      Abschlussrunde und Seminarauswertung

 

 

> Download des Dokumentes: politikerleben.pdf
Datum: Fortbildung zum Einsatz der Methode "Alternate Reality Games" in der politischen Jugendarbeit in Kooperation mit Bildungsstätte Alte Schule Anspach. Mit der Methode werden neue Wege in der politischen Arbeit gegangen. Jugendliche lernen über bewegen, erkunden und Einsatz von Medien gesellschaftliche Realitäten kritisch zu hinterfragen.


Bildungsplan 2010 - Lidicehaus Bremen

Die Jugendbildungsstätte Lidicehaus und das ServiceBureau Jugendinformation veröffentlichen ihren neuen Veranstaltungskalender. Auch in diesem Jahr werden wieder eine Vielzahl an Fortbildungs- und Jugendseminaren angeboten. Ab sofort hier zu finden.

> Download des Dokumentes: Bildungsplan+2010.pdf
Datum: 2010


Von virtuellen zu realen Erlebniswelten

Dokumentation des 4. Erlebnispädagogischen Fachtages 2009 in Bremen

> Download des Dokumentes: Dokumentation+EP+Fachtag+2009.pdf
Datum: 2009


Entwicklungshindernis Gewalt

> Download des Dokumentes: Entwicklungshindernis+Gewalt+Doku+Bethlehem+Mai09.PDF
Datum: 'Entwicklungshindernis Gewalt' - Erziehung, Bildung & Kultur unter Besatzung
Dokumentation des Fachkräfteseminars in Bethlehem im Mai 2009


Lokalen Aktionsplan

> Download des Dokumentes: LAP-2009.pdf
Datum: Die neuen Ausschreibungen für den Lokalen Aktionsplan Vielfalt Bremen 2009 sind da.


Der Nahostkonflikt: Materialien für Jugendarbeit & Schule

Diese Materialien für den Unterricht in Schulen sowie in außerschulischen Einrichtungen der Jugendarbeit zum Thema ‚Nahostkonflikt’ wurden von einer Bremer Lehrerin zusammen getragen und dem LidiceHaus zur Verfügung gestellt.
Dafür bedanken wir uns bei H. M.:
Anette Klasing / Bildungsreferentin

> Download des Dokumentes: Materialien_Nahost.pdf
Datum: 2009


"Jugendarbeit zwischen Wut und Hoffnung"

Dokumentation des Fachkräfteseminars des LidiceHauses im Internationalen Begegnungszentrum Bethlehem 2008

> Download des Dokumentes: Dokumentation+Bethlehemseminar+2008.PDF
Datum: 2008


"Between the lines"

Voices of women engendering Peace & Democracy - Artikel: "Auf der Suche"

> Download des Dokumentes: Between+the+lines.pdf
Datum: 2008, Anette Klasing


"Lasst uns nach Bethlehem gehen und schaun"

Erfahrungen aus zweieinhalb Jahren Ziviler Friedensdienst

> Download des Dokumentes: Lasst+uns+nach+Bethlehem+gehen+und+schaun.PDF
Datum: 2007, Anette Klasing


"Yalla, let's start"

Ein  Trainingsmanual für Demokratiebildung in Jugendarbeit & Schule(von Anette Klasing, entwickelt für das Internationale Begegnungszentrum Bethlehem / Willy Brandt Zentrum Jerusalem - in englischer Sprache)

> Download des Dokumentes: Final_English_Manual.pdf
Datum: 2006


"Jugend und Abenteuer - (k)ein Weg?"

Dokumentation des 3. Erlebnispädagogischer Fachtag rund ums Thema Wasser, der am 20. Juni 2008 im LidiceHaus stattfand. Eine Kooperationsveranstaltung vom LidiceHaus, dem Landesinstitut für Schule, Gesundheit und Suchtprävention und dem Verein für Erlebnispädagogische Jugendarbeit Hannover (VEJ).

> Download des Dokumentes: DokuEP_Fachtag_Bremen_08.pdf
Datum: Erlebnispädagogischer Fachtag 2008


Leihst du mir deinen Blick?

Anette Klasing (LidiceHaus)  Peter Menken (Oberschule Leibnitzplatz Bremen)

> Download des Dokumentes: Doku+Leihst+du+mir+deinen+Blick+final.pdf
Datum: Dokumentation deutsch - israelisch - palästinensischer Jugendbegegnungen 2010 2011


Einschränkung der Anklage im HooliganProzeß ? und noch viel mehr..

Schon direkt nach dem Überfall und zu Beginn der polizeilichen und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gab es eine Vielzahl von Drohungen gegenüber Zeugen und Opfern, die u.a. dazu führten, dass seitens der Polizei und der Staatsanwaltschaft aufgrund der besonderen Gefährdungslage zwei Dinge zugesagt wurden:

Ø      Opfer und Zeugen werden in diesem Verfahren besonders geschützt

Ø      Das Verfahren wird sehr sorgfältig und umfangreich geführt, die Täter sollen nicht den Eindruck gewinnen, ihre Aktivitäten, Überfälle und Körperverletzungen würden in Bremen als Bagatelle gehandhabt.

Der Prozessauftakt gestern spiegelte von all dem nichts wieder. Beklagte als auch ihre zum Teil stattbekannten „Freunde“ aus dem rechten und Hooliganspektrum traten vermummt auf, fotografierten und beschimpften ohne irgendein Einschreiten seitens des Gerichtes Zeugen und Prozessbesucher. Die klare Haltung der Einschüchterung gegenüber Allen, die gegen Sie aussagen könnten, war allseits sichtbar. Das Gericht verhielt sich dazu in keiner Weise.

Im Gegenteil: Seitens des Gerichtes wurden entgegen allen vorherigen Vereinbarungen Namen und Anschriften von Zeugen öffentlich genannt. Das Gericht akzeptiert offenbar alle Auftretensweisen der rechten Szene, vor dem Prozessbeginn, im Verfahren, in den Pausen, nach der Verhandlung als Besucher sich scheinbar sehr ermutigt gefühlt haben Zeugen und JournalistInnen nachzustellen.

Der vorsitzende Richter zeigte deutliches Interesse, den Prozess als „Bagatelle“ zu handhaben, regte an, die Anklage einzuschränken und herunter zu stufen. Im Raum stehen Verwarnungen unter Strafvorbehalt im Umfang zwischen 30 und 90 Tagessätzen. Damit entgehen die brutalen Straftäter voraussichtlich, obwohl sicher nicht Ersttäter, einer Vorstrafe und Verurteilung.

Zu Recht schreibt der Weserkurier dieses Verfahren sei nur noch zu übertreffen in der herangeführten Begründung: „der vorliegende Fall sei nicht so außergewöhnlich“ und weiter

„1:0 für rechte Schläger“. Überfälle von Gruppen aus dem rechten Spektrum gegenüber Menschen und Einrichtungen, die sich für Demokratie und gegen Diskriminierung engagieren, sind keine „Auseinandersetzungen mit innerfamiliären Charakter“. Dieses so zu werten ist zutiefst falsch und zynisch gegenüber allen Opfern solcher Angriffe.

Die Signale an die rechte Szene insgesamt sind verheerend: sie fühlen sich ermutigt und gestärkt, selbst schwere Körperverletzungen aus dem Umfeld von Gruppen die als gewalttätig und in der Rechten Szene verbunden sind, werden in Bremen aus den Anklagepunkten genommen, scheinbar um ein schnelleres Verfahren im Vorfeld einer Vorstrafenfähigen Verurteilung zu ermöglichen. Ihnen passiert scheinbar nichts, auch wenn sie Menschen verletzen und in Gefahr bringen.

Jeder, der sich etwas in den Szenen auskennt, egal ob aus staatlichen oder zivilgesellschaftlich demokratischen Kreisen, weiß um die Gefahr eines erneuten Anstiegs von Einschüchterungen und Gewalt aus diesen Kreisen. Sie terrorisieren und bedrohen seit Jahren nicht nur sog. Linke Fan-Gruppen und antifaschistische Initiativen. Auch die gewalttätigen Überfälle auf unsere Einrichtung, das LidiceHaus und andere Einrichtungen der demokratischen Bildung und Kultur im Jahr 2008 zeigt die Bereitschaft, mit Gewalt gegen jeden vorzugehen, die ihnen und ihrer Ideologie „im Weg“ stehen.

Wer darauf gehofft hat, dass alle Beteiligten der Justiz mit einer klaren Haltung und allen Mitteln der vorhandenen Gesetze auf solche Vorgänge reagieren wird, kann nur bitter entsetzt sein.

 

Für das LidiceHaus Team

Andrea Müller

Datum: Pressemitteilung zum Prozessbeginn am 22. 09. 2011 vor dem Bremer Amtsgericht

Vor dem Amtsgericht wird seit gestern, endlich nach mehr als 4 Jahren, über den brutalen Überfall auf eine FanVeranstaltung im Ostkurvensaal verhandelt. Bei diesem Überfall wurden mehrere Fans durch Angreifer aus dem rechten Hooligan Milieu verletzt, zwei von ihnen schwer. Der Überfall wird Mitgliedern und dem Umfeld der bundesweit als rechte Schlägergruppe bekannten ?Standarte88 Bremen? zugeordnet.


Elternberatung

..

> Download des Dokumentes: dokuelternberatung.pdf
> Download des Dokumentes: dokuelternberatung.pdf
Datum: ..


Wortergreifung der extremen Rechten

..

> Download des Dokumentes: Wortergreifung-low+korrigiert.pdf
> Download des Dokumentes: Wortergreifung-low+korrigiert.pdf
Datum: Erläuterung der Strategie und Hinweise zur Auseinandersetzung


Das LidiceHaus verfügt über ein umfangreiches Archiv.