Erinnerungskultur und Teilhabe


Historisch-politische Bildungsangebote und erinnerungspäda­gogische Seminare sind fester Bestandteil unseres Angebots. Durch die Förderung eines kritischen Geschichtsbewusstseins, können sich junge Menschen leichter in der heutigen Welt ver­orten und die Gegenwart im Zusammenhang mit der Geschich­te besser verstehen. Da ohne Gegenwartsbezug kein histori-sches Lernen stattfinden kann, werden in unseren Seminaren Themen aus der Lebenswelt der Jugendlichen bearbeitet und in einen historischen Zusammenhang gestellt. Was beschäf­tigt sie und welche Bedeutung haben historische Narrative für ihre Identitätsbildung?

Mit dem Ende der unmittelbaren Zeitzeugenschaft fällt es jungen Menschen oft schwer, konkrete Zusammenhänge zwi­schen nationalsozialistischer Geschichte und Gegenwart zu erkennen. Zudem werden der postnationalsozialistischen Er­innerungskultur durch Migration und Globalisierung neue Erin­nerungen hinzugefügt und das Kaleidoskop der historischen Betrachtungen wird bunter. Unsere Themen und methodischen Zugänge passen sich an diesen gesellschaftlichen Wandel an und ermöglichen eine Multiperspektivität auf Geschichte(n).

Uns interessiert Geschichte seit der Kolonialzeit, über den Nationalsozialismus, die Nachkriegszeit und das geteilte Deutschland bis heute. Wir wollen gemeinsam mit jungen Menschen diskutieren, weshalb es wichtig ist, an vergangene Gegebenheiten zu erinnern und in welcher Form an verübtes Unrecht gedacht werden soll.

Ansprechpartnerin: Olan Scott Pinto

Pädagogische Bausteine aus diesem Schwerpunkt