Stellenausschreibung: Soliport sucht Verstärkung

Die Jugendbildungsstätte LidiceHaus sucht ab dem 1. Januar 2023 oder später für das landesweite Beratungs- und Unterstützungsangebot soliport - Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt solidarisch beraten und unterstützen eine*n Bildungsreferent*in für die Beratungstätigkeit mit Schwerpunkt antimuslimischer Rassismus mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 25 Stunden.

 

Die Stelle ist vorbehaltlich der jährlichen Bereitstellung von Projektmitteln zunächst bis zum 31.12.2024 befristet. Eine Weiterbeschäftigung bei Weiterförderung des Projektes ist angedacht.

 


Bildungsreferent*in gesucht


Das Beratungs- und Unterstützungsangebot soliport richtet sich an Betroffene rechter, rassistischer, antisemitischer, trans-, inter-, queer- und homofeindlicher, sozialdarwinistischer und antiemanzipatorischer Gewalt. Letztere richtet sich gegen Personen, die sich (vermeintlich) für emanzipatorische und gegen rechte und rechtspopulistische Werte engagieren.

Das Beratungs- und Unterstützungsangebot verfolgt einen parteilichen, niedrigschwelligen und aufsuchenden Ansatz. Im Mittelpunkt stehen die Bedürfnisse und Perspektiven der Ratsuchenden. soliport unterstützt Betroffene darin, ihre Rechte wahrzunehmen und die (im)materiellen Folgen eines Angriffs zu bewältigen. Ziel ist, dass Betroffene „rechtsmotivierter“ Gewalt praktische Solidarität erfahren und in ihrem Handeln gestärkt werden.

Zur Ergänzung unseres Teams suchen wir eine*n Berater*in mit Schwerpunkt antimuslimischer Rassismus.


Die Aufgaben von soliport beinhalten unter anderem:

  • (aufsuchende) Beratung von Betroffenen rechter, rassistischer, antisemitischer, trans-, inter-, queer- und homofeindlicher, sozialdarwinistischer und antiemanzipatorischer Gewalt im Bundesland Bremen
  • Bedarfsklärung und Stärkung der Ratsuchenden
  • Entscheidungsbegleitung für selbstbestimmte Umgangs- und Reaktionsmöglichkeiten
  • Begleitung zu Behörden, durch Gerichtsverfahren und zu anderen relevanten Stellen
  • Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Anwält*innen, Ärzt*innen, therapeutischen Einrichtungen
  • Unterstützung bei Anträgen, z.B. für (Entschädigungs-)Leistungen
  • Dokumentation von Beratungsprozessen
  • Aufbau und Pflege von lokalen und überregionalen Unterstützungsnetzwerken
  • Verweisberatung in Kooperation mit anderen Beratungs- und Fachstellen
  • Recherche und Monitoring von rechtsmotivierten Angriffen, auch in Zusammenarbeit mit der Webchronik „Keine Randnotiz“
  • (fallbezogene) Öffentlichkeitsarbeit und lokale Interventionen
  • Teilnahme an bundesweiten Tagungen und Weiterbildungen sowie Engagement im bundesweiten
  • Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG e.V.).


Weitere Informationen finden Sie auf der Website von Soliport.


Wir erwarten:

  • (Fach-)Hochschulabschluss
  • Erfahrungen in der Beratungsarbeit, bevorzugt in der sogenannten Gewaltopferberatung
  • Kenntnisse der Systemischen Beratung und systemischer Haltung
  • fundierte Kenntnisse über die verschiedenen Ideologieelemente rechtsmotivierter Gewalt
  • vertiefte Kenntnisse zu antimuslimischen Rassismus, bestehende Vernetzung im Themenfeld antimuslimischer Rassismus von Vorteil
  • Motivation zur und Freude an der Teamarbeit, Bereitschaft zur positionierten Auseinandersetzung mit Machtverhältnissen und zur Selbst- und Teamreflexion
  • Erfahrungen in der Selbstfürsorge
  • kommunikative und koordinierende Fähigkeiten
  • Bereitschaft zu aufsuchender Arbeit
  • analytisches und konzeptuelles Denkvermögen
  • Mehrsprachigkeit ist von Vorteil
  • eine Fahrerlaubnis für PKW ist von Vorteil


Wir bieten:

  • eine gesellschaftspolitisch verantwortungsvolle und vielseitige Tätigkeit
  • eine Einbindung in ein engagiertes Team
  • Mitgestaltung bei der Weiterentwicklung von soliport
  • regionale und bundesweite Vernetzungsmöglichkeiten
  • regelmäßige Intervision, Teamsupervision und Weiterbildung
  • eine Vergütung in Anlehnung an TVL 11
  • 30 Urlaubstage pro Kalenderjahr
  • betriebliche Altersvorsorge
  • Firmenfitness (HanseFit), Jobrad, kostenlose Getränke
  • eine flexible Arbeitszeitgestaltung


Marginalisierte Perspektiven und eigene Diskriminierungserfahrungen stellen bei der Arbeit an der Seite von Betroffenen „rechtsmotivierter“ Gewalt eine Ressource dar. Das LidiceHaus möchte deshalb insbesondere Menschen mit marginalisierten Positionen zu einer Bewerbung ermutigen.

Für weitere Fragen steht Ihnen das Team von soliport unter (0421) 17 83 12 12 gerne zur Verfügung. 

Bitte schicken Sie Ihre vollständigen Unterlagen (Motivationsschreiben, Lebenslauf, Abschlusszeugnisse, ggf. Arbeitszeugnisse) bis zum 17.11.2022 als eine PDF-Datei per E-Mail an die Geschäftsführerin des LidiceHauses Anne Dwertmann.

Die Bewerbungsgespräche sind für den 25.11. und 28.11.2022 geplant.


Die Stellenausschreibung können Sie hier als *.pdf herunterladen.
­



soliport wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport Bremen gefördert.

Fortbildungskalender

Aktuelle Nachrichten

Transparenz

Imagevideo