Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

In diesem Schwerpunkt bieten wir Anti-Diskriminierungsarbeit aus einer rassismuskritischen Perspektive.

Der Begriff „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ verweist auf alle abwertenden und ausgrenzenden Einstellungen und Handlungen gegenüber Menschen aufgrund ihrer zugewiesenen Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe. So werden Angehörige dieser sozialen Gruppen als „anders“, „fremd“ oder „unnormal“ wahrgenommen, wobei der Gedanke der Ungleichwertigkeit eine zentrale Rolle spielt.

Diskriminierende und menschenfeindliche Einstellungen sind in unterschiedlichen Formen innerhalb der Gesellschaft sichtbar und wirksam – so z.B. Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, aber auch Sexismus und Homophobie. Sie nehmen alarmierenderweise mehr und mehr Raum ein, was unter anderem europaweit durch die Wahlerfolge rechtspopulistischer Parteien deutlich wird.

Mit unseren Angeboten und innovativen Konzepten wirken wir dem „Normalisierungsprozess“ von menschenfeindlichen Einstellungen und Handlungen in allen gesellschaftlichen Instanzen entgegen.
Wir wollen – trotz aller Unterschiedlichkeiten der Menschen – einen respektvollen und friedlichen Umgang miteinander fördern und die gesellschaftliche Teilhabe von Allen ermöglichen und stärken.

Kontakt: Samuel Njiki Njiki 

 

Pädagogische Bausteine aus diesem Schwerpunkt:

Antisemitismus

Seit März 2020 ist das vom Bundesprogramm "Demokratie leben!" geförderte Projekt AkriBa – Antisemitismuskritische Bildungsarbeit im LidiceHaus angesiedelt. 

Mit dem Fokus auf Antisemitismus als gesamtgesellschaftliches Phänomen und unter Berücksichtigung jüdischer Perspektiven ist das Anliegen von AkriBa die Förderung einer antisemitismuskritischen Haltung und Handlungskompetenz.

In den Workshops gehen wir diesen latenten, aber auch manifesten Erscheinungsformen antisemitischer Ressentiments und Stereotype auf den Grund und machen die unterschiedlichen und wandelbaren Ausprägungen des Phänomens erkenn- und sichtbar. Neben Entstehungsgeschichte und historischer Entwicklung werden auch die aktuellen gesellschaftlichen Funktionsweisen des Antisemitismus in den Blick genommen. 

Dazu bieten wir niedrigschwellige pädagogische Module an, die an der Lebenswelt der Teilnehmenden anschließen und Antisemitismus mit etwaigen Interessenslagen verknüpfen, beispielsweise Antisemitismus und Fußball, Antisemitismus und HipHop, Antisemitismus in Comics und Graphic Novels oder Antisemitismus als Teil von Verschwörungserzählungen. 

Zudem werden auch immer jüdische Perspektiven und Alltagserfahrungen mit Antisemitismus thematisiert. Gemeinsam nähern wir uns dem Thema an, tauschen uns aus und diskutieren: Was genau ist Antisemitismus und wie äußert er sich? Wo kommt er her? Und was hat das mit mir zu tun? Wie kann ich Antisemitismus aktiv entgegentreten? Und was ist eigentlich Israelbezogener Antisemitismus? Wo tritt er auf und wie lässt er sich kritisieren?

Mehr Informationen gibt es auf der Projekt-Webseite von AkriBa.


Kontakt: AkriBa – Antisemitismuskritische Bildungsarbeit 

 

Pädagogische Bausteine aus diesem Schwerpunkt:

Fortbildungskalender

Aktuelle Nachrichten

Transparenz

Imagevideo